Bildungscampus Unna schafft Perspektiven
SPD Kreistagsfraktion traf sich mit Fraktion Unna


14.6.2017

Kreis Unna.

„Mit großen Schritten entwickelt sich der Bildungsstandort Unna weiter“, so skizziert Christine Hupe, Leiterin des SPD-Arbeitskreises Bildung der Kreistagsfraktion die Entwicklung an der Platanenallee. Zusammen mit dem baupolitischersprecher Herbert Ziegenbein hatte sie nicht nur die Kreistagsfraktion, sondern auch Vertreter der Stadt Unna und der Ratsfraktion zu einer Infoveranstaltung ins Kreishaus eingeladen. In den vergangenen Jahren stand die Sanierung der Berufskollegs unter energetischen Gesichtspunkten im Vordergrund und stehen heute mit unseren modernen und leistungsfähigen Berufskollegs am Standort Unna - Hansa-Berufskolleg, Märkisches Berufskolleg und Hellweg Berufskolleg hervorragend da, so die Sozialdemokraten.

Jetzt eröffnen sich ganz neue Chancen für einen Bildungscampus, konnte Kreisdezernent Dr. Timpe berichten. Auslöser ist das geplante Neubauvorhaben für das Förderzentrum Unna auf dem städtischen Grundstück der Anne-Frank-Realschule nordöstlich des Hansa Berufskolleg. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe mit der Stadt Unna wurde ein Gesamtkonzept erarbeitet, dass verschiedene Einzelprojekte jetzt verknüpft – Arbeitstitel „Bildungscampus Unna“. Der Kreis baut für die abgängige Sporthalle am Hansa Berufskolleg eine neue Halle in unmittelbarer Nähe der Kreissporthalle. Es entsteht gleichzeitig nördlich der beiden Sporthallen ein neuer Parkplatz. Auf dem Gelände der ehemaligen Realschule entsteht dann zum einen das Förderzentrum des Kreises (heute noch in der Hartkortschule) und der Neubau des Weiterbildungskollegs Unna. In unmittelbarer Nähe ist der Neubau einer Kindertageseinrichtung mit 75 Plätzen vorgesehen. Eine gemeinsame Mensa ist angedacht, aber noch nicht in der konkreten Planung.

Damit befinden sich am Campus vier Kreisschulen und das Geschwister-Scholl-Gymnasium und die Werner-von-Siemens-Gesamtschule der Stadt Unna. Das Gesamtvolumen für die Sporthalle und den Parkplatz beträgt rund 5,3 Mio. Euro und der Neubau des Förderzentrums schlägt mit rund 9,5 Mio. Euro zu Buche. Die Finanzierung erfolgt im Wesentlichen aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“.

Karl-Gustav Mölle, Erster Beigeordneter der Kreisstadt Unna, konnte über die einstimmige Beschlussfassung des Rates berichten. Am Standort werden dann täglich bis zu 7000 Schülerinnen und Schüler lernen, bei rund 600 Lehrerinnen und Lehrern. „Zu der Investition des Kreises kommt noch die der Stadt hinzu,. „Wir sprechen über rund 20 Mio. Euro“, so Karl-Gustav Mölle. Vereinbart ist das der Kreis baut, die Stadt überlässt diesem die Grundstücke nach dem Erbbaurecht für 99 Jahre. „Planung und Bau erfolgt damit aus einer Hand, natürlich in enger Abstimmung mit der Stadt“, so Volker König für die Ratsfraktion Unna. Das positive Votum der Ratsfraktion steht, konnte König berichten.

Realisierungszeitraum für alle Maßnahmen (außer Mensa): 2017 bis 2020.

Hinter dem baulichen Konzept stecken vor allem klare bildungspolitische Ziele, so Dr. Detlef Timpe. Zwischen Berufskollegs, Förderzentrum, Weiterbildungskolleg Unna und den allgemeinbildenden Schulen entstehen kurze Wege. Damit bieten sich für das Ziel eines optimalen Übergangs „Schule-Beruf“ besonders auch für Förderschüler neue Möglichkeiten, so Dr. Timpe. Übergreifende pädagogische Konzepte und neue Wege der wechselseitigen Nutzung von Räumen kann es geben.

„Von dem Bildungscampus Unna werden vor allem die Schülerinnen und Schüler profitieren“, davon ist Christine Hupe überzeugt. Die Beschlussfassung im Kreistag ist am 27. Juni 207 vorgehen. Der Rat der Kreisstadt Unna beschließt ebenfalls vor der Sommerpause am 6 Juli.

 

Bild:
Kreistagsfraktion und Vertreter der Ratsfraktion Unna am 12.6.2017.

Bildmitte/10. von rechts: Leiterin Christine Hupe(Bildung) und 2. von rechts Herbert Ziegenbein(Bauen)