Sozialticket im Kreis Unna gesichert
SPD-Kreistagsfraktion bekräftigt Festhalten an Erfolgsprojekt

5.12.2017

Kreis Unna

Unabhängig vom Sinneswandel der schwarz-gelben Landesregierung lässt die SPD-Kreistagsfraktion keinen Zweifel daran, dass es das Sozialticket für die Berechtigten im Kreis Unna weiter geben wird. An der geltenden Beschlusslage des Kreistagtages, das Ticket anzubieten, werde nicht gerüttelt, bestätigt die Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso im Vorfeld der Dezember-Kreistagssitzung. Aktuell kostet das Stadtticket A  22,22 Euro und das kreisweit gültige Ticket B 33,08 Euro und damit 50% der Abo-Kosten für Großkunden.

„Mobilität für Jede und Jeden ist ein Kernprojekt der SPD“, bekräftigt Jens Hebebrand, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion und ergänzt, „das Sozialticket ist dazu ein wichtiger Baustein. Deshalb behalten wir genau im Auge, ob die Landesregierung die zunächst vorgesehenen Kürzungen auch tatsächlich zurück nimmt.“ Ein erster Entwurf des zuständigen Verkehrsministers hatte einen Rückzug des Landes aus der Förderung schrittweise in den kommenden Jahren vorgesehen. Nach heftigen öffentlichen Protesten sah sich das Land allerdings zur Rücknahme der Streichungen genötigt.

Im Raum steht nun die Fortschreibung der Förderung in Höhe von 40 Millionen Euro für 2018. Nach Ansicht der Sozialdemokraten ein begrüßenswerter Vorschlag.  Danach soll gemeinsam mit den zuständigen Zweckverbänden nach einem einheitlichen Verfahren in ganz NRW gesucht werden, so die Ankündigung des Verkehrsministers. Dazu gehört auch die Frage nach weiteren Verbesserungen im Tarifangebot, zum Beispiel durch ein einheitliches Azubiticket. Ansprechpartner für den Minister ist in unserer Region der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe(NWL) mit Sitz in Unna, weiß Jens Hebebrand, der auch vorschlägt, das Thema im Kreisausschuss für Mobilität im kommenden Jahr intensiv zu beraten.

Im Kreis Unna profitieren rund 5.000 Kunden vom verbilligten Sozialticket. Rund eine Million Euro Landesförderung stand dafür bislang jährlich zur Verfügung – beides landesweite Spitzenwerte. „Das ist Geld, dass eins zu eins bei denen ankommt, die sich regelmäßige Bus- und Bahnfahrten sonst nicht leisten könnten. Das Sozialticket hilft auch dabei, Arbeitsplatz oder Ausbildungsort zu erreichen, wenn die Kunden zum Beispiel Wohngeldempfänger sind“, unterstreicht Martin Wiggermann, Vorsitzender des zuständigen Kreistagsausschusses, die Bedeutung des Tickets. Für die SPD sei damit klar, auch ohne Landesmittel wird das Sozialticket im Kreis Unna eine Zukunft haben müssen.

 

Newsletter-Archiv als RSS-Feed