Gute Arbeit für Langzeitarbeitslose im Kreis Unna
Jobcenter berichtet in der SPD-Kreistagsfraktion

17.01.2019
Kreis Unna.

Positive Nachrichten für langzeitarbeitslose Menschen und den Arbeitsmarkt: Das Jobcenter Kreis Unna kann mit dem neuen Teilhabechancengesetz mehr als 300 Menschen, die schon sehr lange arbeitslos sind, eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnen.

Diese Zahl nannte Jobcenter-Geschäftsführer Uwe Ringelsiep in der jüngsten Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Besonders erfreulich: Die betroffenen Langzeitarbeitslosen werden im Rahmen von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen bei Arbeitgebern in der Wirtschaft, sozialen Einrichtungen oder Kommunen arbeiten. Die Arbeitgeber erhalten hierfür Zuschüsse vom Staat. Das Projekt ist auf Nachhaltigkeit angelegt: Coaches unterstützen und betreuen Teilnehmende und Arbeitgeber während der Förderung. Insgesamt gehören im Kreis Unna rund 4.000 Menschen zur Zielgruppe.

Ringelsiep lobte bei der Vorstellung der Zahlen die hohe Beteiligung und Unterstützungsbereitschaft durch die Städte und Gemeinden im Kreis Unna. „Aktuell haben wir bereits 200 Anträge vorliegen, die wir jetzt mit Hochdruck bearbeiten“, schilderte er. Martin Wiggermann, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion und 1.stellvbertretender Landrat, stellt den hohen Wirkungsgrad des Förderinstruments heraus: „Es gibt viele Menschen, die ohne Hilfen keine realistische Chance auf einen regulären Arbeitsplatz haben. Die individuellen Unterstützungs- und Betreuungsangebote setzen genau an dieser Stelle an.“

Erfreut zeigt sich Wiggermann zudem, dass das Jobcenter der Tafel im Kreis Unna seit dem 1. Januar 2019 30 Plätze im Rahmen der Förderung von Arbeitsgelegenheiten zur Verfügung stellt, damit die Tafel ihren gewohnten Betrieb wiederaufnehmen kann. „Wir sind sehr erleichtert, dass die Tafel nun wieder über die gewünschte Personalstärke verfügt, um die bedürftigen Menschen in der Region mit Lebensmitteln zu versorgen. Wir danken vor allem dem Jobcenter und der Kreisverwaltung für die schnelle und unkomplizierte Hilfe.“ Mit dem Auslaufen des Bundesprojekts "Soziale Teilhabe am Arbeitsmarkt“ Ende des vergangenen Jahres hatte die Tafel den Betrieb in vier ihrer neun Ausgabestellen eingestellt. Die aktuelle Personalausstattung entspricht nun wieder der Situation wie vor der Förderung durch das Bundesprojekt. Einen besonderen Dank richtet Wiggermann an die zahlreichen ehrenamtlichen Kräfte, die die Arbeit der Tafel unentgeltlich unterstützen.


Info Teilhabechancengesetz:
Die Bundesregierung hat sich im Rahmen des Koalitionsvertrages zum Ziel gesetzt, dass sehr arbeitsmarktfernen Menschen wieder eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt eröffnet wird. Hierfür trat am 1. Januar 2019 das Teilhabechancengesetz in Kraft, das die Aufnahme von zwei neuen Förderinstrumenten vorsieht. Kernelemente des Teilhabechancengesetzes sind die „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ und die „Eingliederung von Langzeitarbeitslosen“ durch die Förderung von sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen.

Info Tafeln:
Täglich werden in Deutschland etliche Tonnen Lebensmittel vernichtet, obwohl sie noch verzehrfähig sind. Gleichzeitig herrscht bei vielen Menschen Mangel. Aktuell 174 Tafeln in NRW retten die Lebensmittel vor der Vernichtung und geben sie an bedürftige Menschen weiter. Die Arbeit der Tafeln ist grundsätzlich ehrenamtlich, heißt es in den Grundsätzen der Tafel Deutschland e.V. Hierdurch soll unter anderem eine zu hohe Abhängigkeit von Fördergeldern vermieden werden. Die Arbeit könne – wenn möglich und notwendig – unterstützt werden durch unterschiedlich finanzierte und geförderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Tafel im Kreis Unna betrieb zuletzt neun Ausgabestellen. Über Bundesmittel konnten 30 Stellen für Langzeitarbeitslose finanziert werden.

 

 

 

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