Kreistagsreport 26.02.2019


Der Kreistag des Kreises Unna tagte am 26. Februar 2019 und befasste sich unter anderem mit folgenden Themen:

Bergkamen wieder an die Schiene

Der Kreistag sprach sich auf Antrag von SPD und CDU einstimmig für den Anschluss Bergkamens an das Schienennetz für den Personenverkehr aus. Die Strecke soll von der Bergkamener City ins Oberzentrum Dortmund führen. In erster Linie ist jetzt der Nahverkehrsverband Westfalen-Lippe(NWL) gefordert. Er ist zum einem für die Überarbeitung des Nahverkehrsplans und damit für die Aufnahme der Schienenverbindung zuständig. Zum anderen muss er als Träger des Schienenpersonenverkehrs beim Land die Aktivierung der Verbindung beantragen und mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr(VRR) Vereinbarungen treffen – der VRR ist zuständig für den Abschnitt auf Dortmunder Stadtgebiet. „Auch das ist gelebter Strukturwandel, wenn hier endlich eine Benachteiligung in der Infrastruktur beseitigt wird,“ betont der verkehrspolitische Sprecher Jens Hebebrand.


Kreistag nimmt Stellung zum Entwurf Regionalplan des RVR
Seit 2009 arbeitet der Regionalverband Ruhr in Essen an dem Regionalplan für die Region zwischen Wesel und Hamm. Der Kreistag nahm jetzt dazu Stellung und betonte u.a. die Bedeutung ausreichender Flächen für die Entwicklung und Ansiedlung von Gewerbe und Industrie. In ihrer Rede stellte die Fraktionsvorsitzende Brigitte Cziehso heraus: „Wir wollen, dass die Menschen in unserem Kreis mit seinen Städten und Gemeinden gut leben können. Dazu gehört u.a. eine gute und auskömmliche Arbeit und damit natürlich eine leistungs- und zukunftsfähige Wirtschaftsstruktur, ein hervorragendes Bildungssystem, das allen eine Chance gibt, gutes und preiswertes Wohnen, sichere Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen, eine leistungsstarke öffentliche Daseinsvorsorge, attraktive Kultur- und Freizeitangebote und Raum für eine schützenswerte Natur. Wenn wir in einem klugen Abwägungsprozess auch über die unterschiedlichen Ziele der Regionalplanung die Stellschrauben in die richtige Richtung bewegen, dann leben die Menschen mit ihren Familien gern hier und geben der Region mit ihrer Entscheidung, hier zu bleiben oder in den Kreis Unna zu ziehen, eine Zukunft.“


Innovativer Bildungsgang startet – Kreis will Fachkräftemangel entgegenwirken

Der Kreistag beschloss, dass das Hellweg Berufskolleg ab dem Schuljahr 2019/2020 an dem Schulversuch „Gestufter Bildungsgang Berufsfachschule für Ingenieurtechnik“  teilnehmen soll. Konkret bedeutet das, dass Absolventinnen und Absolventen durch das Profilfach Ingenieurtechnik insbesondere auf Studiengänge in den Fachbereichen Bautechnik, Elektrotechnik/Elektronik, Maschinenbautechnik vorbereitet werden. Ziel ist es, dem erheblichen Mangel an Fachkräften im technischen und im Speziellen im ingenieurtechnischen Bereich entgegenzuwirken.  Der neue Bildungsgang ist auf zwei Jahre ausgelegt. Im dritten Jahr wird der Berufsanschluss einer technischen Assistentin/eines Assistenten mit dem Schwerpunkt Bau-, Elektro- oder Maschinenbautechnik ermöglicht.


Mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger

Der Kreistag beschloss am 09.10.2018 auf Initiative Fraktion B90/Die Grünen, den Einbau elektronischer Abbiegeassistenten in kreiseigene LKW und Fahrzeugen der Tochterunternehmen zu prüfen. Jetzt legte Kreisdirektor Mike-Sebastian Janke dazu einen ersten Bericht vor. Die Kreisverwaltung selbst verfügt über 10 LKW, grundsätzlich ist die Nachrüstung kostenverträglich möglich.  Weitaus mehr LKW sind im Bereich der Abfallwirtschaft, bei der GWA und der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) unterwegs. Bei der VKU geht es auch um die Fahrzeuge beauftragter Subunternehmer, die bisher nicht mit einem elektronischen Abbiegeassistenten ausgerüstet sind sowie um unternehmenseigene Busse. Bei der GWA ist bereits ein Teil der Fahrzeuge umgerüstet.
Im März soll es einen Schlußbericht zur Einführung von Abbiegeassistenten beim Konzern Kreis Unna geben.


 

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