SPD-Kreistagsfraktion besucht das Kommunale Integrationszentrum

30 Jahre erfolgreiche Integrationsarbeit im Kreis Unna

11.04.2019

Kreis Unna/Bergkamen

Seit rund 30 Jahren fördert der Kreis Unna am Standort des Kommunalen Integrationszentrums (KI) in Bergkamen-Weddinghofen Teilhabe und Chancengerechtigkeit für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Die Bilanz ist beachtlich: „Das KI leistet auf vielen Ebenen hervorragende Integrationsarbeit“, schildert Angelika Chur, sozialpolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion und Vorsitzende des Kreissozialausschusses. Mit dem SPD-Arbeitskreis stattete Chur dem KI jetzt einen Besuch ab – und war in der Zusammenschau voll des Lobes.

KI-Leiterin Marina Raupach stellte den Kreispolitikern, die von Sozialdemokraten aus dem Bergkamener Rat sowie von der Beigeordneten Christine Busch begleitet wurden, das aktuelle Aufgabenspektrum der Einrichtung vor. Dieses habe vor allem in den vergangenen drei Jahren an Menge und Qualität enorm zugenommen – auch ablesbar an der Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Aktuell steht ein 15-köpfiges interdisziplinäres Team allen Einrichtungen des Gemeinwesens, den ehrenamtlichen Initiativen und den Migrantenselbstorganisationen partnerschaftlich zur Seite.

Weiterhin berät und unterstützt das KI neu zugewanderten Schülerinnen und Schüler bei der Suche nach einem geeigneten Schulplatz, wie die Leiterin Marina Raupach schilderte. Die Aufgabenbereiche „Bildung“ und „Kommunale Integration“ füllt das KI mit einer Vielzahl erfolgreicher Projekte – wie etwa dem Sprachmittler-Pool. Im Rahmen des Projektes wurden 71 Menschen mit guten Fremdsprachenkenntnissen qualifiziert, damit sie in nicht rechtsverbindlichen Gesprächen als neutrale Begleiter übersetzen können.

Mittlerweile decken diese ehrenamtlichen Helferinnen und -helfer 28 Sprachen ab. Das Programm „Rucksack KiTa“ richtet sich an Familien mit Migrationshintergrund und ihre Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren, die eine Tageseinrichtung besuchen sowie an die Kindertageseinrichtungen, die von diesen Kindern besucht werden. Das Besondere hierbei: Die Kinder werden von den Eltern in der Familiensprache und von den Erzieherinnen und Erziehern parallel in der deutschen Sprache anhand von Themen wie zum Beispiel „Körper“, „Kindertageseinrichtung“, „Familie“ gefördert. Eine Evaluation hat ergeben, dass diese Kinder Vergleichsgruppen in ihrer sprachlichen Entwicklung voraus sind. „Ein schönes Ergebnis für eine tolle Arbeit“, lobt Chur.

Die SPD-Sozialpolitikerinnen und -politiker versprachen, auch in Zukunft die Arbeit des KI zu unterstützen. Darüber hinaus wollen sie weiterhin den engen und intensiven Austausch mit dem KI pflegen.

Bildlegende:
Angelika Chur, Vorsitzende Kreissozialausschuss (Bildmitte vorn)
Christine Busch, Beigeordnete Stadt Bergkamen (2.von links)
Marina Raupach (5. von rechts)
Torsten Göpfert, Kreissozialdezernent (Bildmitte hinten)

 

 

 

 

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