Ein deutliches Zeichen des Handelns – Auf Antrag
der SPD soll der Kreis Unna den Klimanotstand ausrufen

24.05.2019

Kreis Unna.

Der Kreis Unna soll den Klimanotstand ausrufen und damit ein deutliches Zeichen setzen. Das fordert die SPD-Kreistagsfraktion und bittet Landrat Michael Makiolla darum, einen entsprechenden Antrag in Kreisausschuss und Kreistag am 1. bzw. 2. Juli beraten zu lassen.

„Das ist aber keinesfalls nur als symbolischer Akt gedacht“, so Norbert Enters, umweltpolitischer Sprecher der Sozialdemokraten im Kreistag. „Klimaschutz erfordert verwaltungsübergreifendes Handeln auf Kreisebene“ führt Enters weiter aus. Die Klimakrise betrifft nicht nur Umweltpolitik, sondern auch Planungs-, Verkehrs-, Gesundheits- und Sozialpolitik. Alle Entscheidungen gilt es auf ihre Auswirkungen auf das Klima zu bewerten, fordern die Sozialdemokraten.

Deshalb wird der Landrat in einem Beschlussvorschlag der SPD-Kreistagsfraktion gebeten, einen Bericht darüber vorzulegen, welche Maßnahmen des Kreises – über die bisherigen Klimaschutzbemühungen hinaus – zur Verringerung der Treibhausgasemissionen unmittelbar beitragen können. Darüber hinaus soll ein Konzept zur Verringerung der umweltbelastenden Faktoren über alle den Kreis betreffenden Aufgabenfelder erstellt werden – einschließlich einer Rückkoppelung mit den Kommunen. Und: Es soll einen jährlichen Bericht des Landrats über die Auswirkungen der CO2-Emissionen geben.

„Die Folgen des menschengemachten Klimawandels sind weltweit und damit auch im Kreis Unna spürbar. Die bisherigen Maßnahmen zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen haben nicht den notwendigen Erfolg gezeigt“, begründet die SPD-Fraktion ihren Antrag. Sie folgt damit dem Beispiel mehrerer Kommunen, die seit Anfang Mai in Deutschland den Klimanotstand ausgerufen haben. Die Idee hierzu gab auch die Fridays-for-Future-Bewegung. Demonstrationen von Schülern finden auch im Kreis Unna statt. Auf Anregung von Norbert Enters, auch Vorsitzender des Kreisumweltausschusses wurden Vertreterinnen und Vertreter in die Mai-Sitzung eingeladen. Deutlich wurde, dass die Fridays-for-Future-Bewegung durch die Freitagsproteste dazu beiträgt, dem Klimaschutz den globalen Stellenwert zu geben, den er dringend benötigt.

Norbert Enters, SPD
Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Natur
stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion

 

 

 

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