SPD-Fraktion bekennt sich zur Jugendarbeit in Frömern
Intelligente Förderstruktur als Herausforderung

19.09.2019

Kreis Unna/Frömern

„Wir wollen eine leistungsstarke Kinder- und Jugendarbeit auch in Frömern“, betont Norbert Enters, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion anlässlich der Sitzung des Jugendhilfeausschusses in dem Fröndenberger Stadtteil. Ausdrücklich lobt er die evangelische Kirchengemeinde als Trägerin der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie das Engagement der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der vielen Ehrenamtlichen. Ihr Einsatz für den Erhalt der bestehenden Angebote angesichts der aktuellen Finanzierungsprobleme durch wegbrechende Kirchensteuermittel sei vorbildlich. 

An der Sitzung des Jugendhilfeausschusses nahmen über 30 Jugendliche teil, die eindrucksvoll über das Leben in der Einrichtung berichteten, in der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung großgeschrieben werden. Theodor Rieke, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses (SPD), unterstrich diese Qualitäten der pädagogischen Arbeit vor Ort, die zeige, mit welchem Herzblut und persönlichen Interesse hier alle Beteiligten bei der Sache seien. 

Nach Auffassung der Sozialdemokraten stellt die offene Jugendarbeit einen wichtigen Baustein in der außerschulischen Bildung dar, indem sie junge Menschen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und sozialem Engagement befähigt. Norbert Enters bedauert vor diesem Hintergrund, dass die Entwicklung des Kinder- und Jugendförderplans leider nicht wie vorgesehen im Jahr 2019 begonnen hat. Hier hätte auch die Diskussion um die zukünftige finanzielle Förderung der Jugendarbeit einen guten Raum gefunden.

Die vom Frömerner Jugendreferenten Sebastian Richter geschilderte finanzielle Entwicklung der Kirchengemeinde als Trägerin der Einrichtung gibt allerdings den Sozialdemokraten Anlass zur Sorge. Es werde hier einmal mehr deutlich, dass eine auskömmliche Finanzierung der offenen Kinder- und Jugendarbeit nicht gewährleistet und eine neue intelligente Förderstruktur dringend notwendig sei. Daran müssten sich die ev. Kirchengemeinde und der Kreis Unna, aber auch das Land NRW beteiligen.

Für die SPD-Kreistagsfraktion unterstrich Norbert Enters in der Sitzung des Ausschusses, dass die Sozialdemokraten sich ihrer Verantwortung bewusst seien und in den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr nach Lösungen suchen würden. Neben der Sicherung der Jugendarbeit in Frömern werden die Sozialdemokraten Ihr Augenmerk dabei auf die weiterhin gute Ausstattung aller drei Kreisjugendamtskommunen Fröndenberg, Bönen und Holzwickede legen und eine übergreifende Planung des Kreisjugendamtes einfordern.

 

Norbert Enters, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion und stellvertretender Vorsitzender

 

Theodor Rieke, Vorsitzender des Kreisjugendhilfeausschusses

 

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