Kreistagsreport 08.10.2019

08.10.2019

Kreis Unna

Der Kreistag des Kreises Unna tagte am 08.10.2019 und befasste sich unter anderem mit folgenden Themen:


Pflegebedarfsplan für den Kreis Unna beschlossen

Der Kreistag beschloss einstimmig die Fortschreibung des Kreispflegebedarfsplans. Mit seiner bedürfnisorientierten und sozialräumlichen Strategie bekennt sich der Kreis zum Grundsatz „ambulant vor stationär“.
Sozialausschussvorsitzende Angelika Chur(SPD) hob in ihrer Rede hervor, dass der Kreis sich aktiv an der Konzertierten Aktion „Bündnis für Pflegepersonal in der Altenpflege“ beteiligen wird. Dem drohenden Personalmangel soll dadurch entgegengewirkt werden. Weiterhin, so der Kreistag in seinem Beschluss, besteht ein sehr hoher Bedarf an solitären Kurzzeitpflegeplätzen. Hier ist der Bundesgesetzgeber gefordert, für eine ausreichende Ausstattung zu sorgen. Zusätzliche Bedarfe gibt es auch an Tagespflegeplätzen, die dabei helfen Heimunterbringung zu vermeiden sowie an weiteren Service-Wohnungen für Seniorinnen und Senioren.

Bauliche Weiterentwicklung Ökostation Bergkamen-Heil auf den Weg gebracht
Vor fast 25 Jahren/1995 wurde der ehemalige Bauernhof Schulze-Heil im Rahmen der Internationalen Bauausstellung IBA Emscherpark zur Ökologiestation des Kreises Unna umgebaut. In gemeinsamer Trägerschaft mit dem Regionalverband Ruhr entstand die Umweltzentrum Westfalen GmbH. Auf dem Gelände beheimatet ist u.a. die Biologische Station, die Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna und die Neuland GmbH. 2011 wurde das Gästehaus eingeweiht.
Vor dem Hintergrund eines Erneuerungs- und Sanierungsstaus beschloss jetzt der Kreistag eine Gesamtkonzeption zur baulichen Weiterentwicklung auf den Weg zu bringen. In einem ersten Schritt sollen im kommenden Kreishaushalt 400 Tsd. Euro(weitere 400 Tsd. kommen vom RVR) eingestellt werden um die Maschinenhalle wieder zu errichten – diesmal mit einem Selbstlernzentrum.
Die Eckpunkte der Weiterentwicklung beschrieb Norbert Enters(SPD), Vorsitzender Kreisumweltausschusses wir folgt:

  • Sicherstellung der Barrierefreiheit
  • Umsetzung eines Parkraumkonzept für das Gesamtgelände
  • Umfassende technische Modernisierung in allen Bereichen
  • und Aufbau der Maschinenhalle mit dem Selbstlernzentrum.

 

Gesamtkonzept Förderschulen Geistige Entwicklung beschlossen
Der Kreistag beschloss auf Antrag der SPD zu prüfen, wie vor dem Hintergrund der Entwicklung der Schülerzahlen, moderner pädagogischer Unterrichts- und Raumkonzepte und des offenkundigen Sanierungsbedarfs in den beiden Kreisförderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept der Beschulung aussehen kann.

Nach Auffassung von Bernd Engelhardt(SPD), Vorsitzender des zuständigen Ausschusses gehört dazu auch die Frage, wie aus didaktisch-methodischer Sicht sich die bisherigen Standorte grundsätzlich weiterentwickeln können und sollen und ob zwei Schulstandorte auf Dauer ausreichend und zukunftsfähig sind. Die Schulen müssen so gestaltet sein, dass dort die Schülerinnen und Schüler den Rahmen für eine optimale Förderung vorfinden und sich wohlfühlen. Die Frage möglicher Neubauten muss ebenso geklärt werden, auch unter energetischem Gesichtspunkt. Letzteres würde auch den Weg zu kleineren Schülerzahlen je Standort eröffnen.
Alle Fragen müssen jetzt rasch auf den Tisch und zügig geklärt werden, so Bernd Engelhardt.

 

Klimaschonen konkret: Kreis als Vorbild für E-Mobilitätsinfrastruktur
Der Kreis geht mit gutem Beispiel voran: Der Kreistag beschloss auf Vorschlag der Verwaltung ein ganzes Bündel von Maßnahmen um klimaschonende Mobilität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu unterstützen:

• Verbesserung der sicheren Abstellmöglichkeit für Fahrräder und Errichtung von Ladestationen für die  E-Bike-Mobilität
• Schaffung von Ladeinfrastruktur für E-Autos von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
• Öffentliche Ladeinfrastruktur für E-Autos
• E-Carsharing am Kreishaus Unna.

Durch die die lokale Infrastruktur soll es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besser ermöglicht werden für den Arbeitsweg Fahrrad, E-Bike oder E-Auto zu nutzen. Zudem soll eine Möglichkeit geschaffen werden, die individuelle Mobilität um die Komponente Carsharing zu erweitern. Für den Bereich der Schulen in der Trägerschaft des Kreises ist in der Folge eine gesonderte Betrachtung vorzunehmen.
Die 17 Maßnahmen schlagen mit gesamt 66 Tsd. zu Buche, davon sind einige förderfähig. Darüber hinaus ist angedacht, ein Fahrradparkhaus auf dem neuen Bildungscampus an der Platanenallee zu errichten.

 

 

 

 

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