Mehr und bessere Nahverkehre in Schwerte
SPD-Fraktion spricht mit ProBahn


Schwerte/Kreis Unna

02.07.2020


Wie kann der Schienenverkehr in Schwerte nachhaltig verbessert werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Gesprächs, zu dem der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, Jens Hebebrand, eingeladen hatte. Mit dabei: Simon Lehmann-Hangebrock, Verkehrsexperte aus der Schwerter SPD-Stadtratsfraktion, und Lothar Ebbers von Pro Bahn NRW. Alle Beteiligten waren sich einig: Es gibt viel zu tun.

Ein zentrales Thema: der schlechte Zustand des Empfangsgebäudes am Schwerter Bahnhof. Hier soll es zügig Gespräche geben, um mit dem Eigentümer der Immobilie die künftige geplante Nutzung abzuklären. Gesprächsbedarf auch beim Regionalexpress 13 zu den fehlenden Frühverkehren ab Schwerte in Richtung Düsseldorf und Spätverkehre aus der Landeshauptstadt in Richtung Hamm. Hier ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zusammen mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in der Verantwortung.

Weitere Themen, bei denen es zu handeln gilt, um den Schienennahverkehr für die Menschen vor Ort attraktiver zu machen: die fehlende Barrierefreiheit am Haltepunkt in Schwerte-Ergste sowie die Wiedereinrichtung der Haltepunkte Westhofen, Schwerte-Ost und Geisecke. Eine gute Nachricht dazu von Lothar Ebbers: Zumindest der Haltepunkt Ergste steht bereits auf der Finanzierungsliste der Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe. Für die Inbetriebnahme der anderen Haltepunkte soll zeitnah eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, um entsprechende Maßnahmen in den Nahverkehrsplan des NWL aufzunehmen. Die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gilt es darüber hinaus zu kontaktieren, um entsprechende Flächen zu sichern.

Mehr als nur auf eine Wunschliste gehört auch der Halbstundentakt des RB53 nach Dortmund an allen Samstagen, so Jens Hebebrand. Weitere Herausforderungen für die Zukunft: der Umgang mit der schwierigen Tarifsituation Schwertes als eine Art Sandwich zwischen Westfalentarif und VRR-Tarif sowie die Elektrifizierung weiterer Strecken im Stadtgebiet.

Die Bemühungen der Sozialdemokraten um eine Verbesserung des Nahverkehrs auf der Schiene sollen konsequent fortgesetzt werden. Bereits geplant: ein Gespräch zwischen dem SPD-Landratskandidaten Mario Löhr und ProBahn.

 

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